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Bankenabgabe

Optimierungsbedarf

Mit dem im Rahmen der Bankenunion verabschiedeten Abwicklungsmechanismus SRM wird die einheitliche Abwicklung von Banken im Euroraum ermöglicht. Er ersetzt ab 2016 die deutsche beziehungsweise europäische Bankenrestrukturierungsrichtlinie.
Kernaspekt ist die Einführung eines Bail-in-Mechanismus, der eine Haftungskaskade festlegt: Zur Deckung von Verlusten werden demnach primär Anteilseigner und Fremdkapitalgeber, sekundär der neue Bankenabwicklungsfonds SRF und erst tertiär die Mitgliedsstaaten herangezogen.


Neue Bankenabgabe
Das Zielvolumen des Bankenabwicklungsfonds SRF ist auf 55 Mrd. EUR im Jahr 2024 festgesetzt. Der Fonds startet als System mit nationalen Kammern, die mithilfe der Bankenabgabe sukzessiv aufgebaut und schrittweise vergemeinschaftet werden.
Die Berechnung der neuen Bankenabgabe weicht dabei deutlich vom bisherigen Vorgehen ab. Für kleine Institute wird der Jahresbeitrag in Form einer größenangepassten Pauschale erhoben. Für größere Institute ist darüber hinaus eine risikoadjustierte Beitragsermittlung auf Basis der anzurechnenden Passiva vorgesehen. Zusammen mit der geplanten steuerlichen Behandlung (Abführung nach Steuern) ist zu erwarten, dass die Belastung der GuV deutlich zunimmt. Aufgrund der Risikoadjustierung der Beiträge sowie der Normierungsfaktoren auf die Zielausstattung und die Risikoindikatoren besteht jetzt Handlungsbedarf.


Handlungsbedarf
Ziel ist es, eine überproportionale Beitragsbelastung für Ihre Bank zu vermeiden. Hierzu wird zunächst Transparenz über die zu erwartende neue Bankenabgabe geschaffen. Anhand der individuellen Situation Ihrer Bank identifizieren und priorisieren Sie mit unseren Experten die wesentlichen Stellschrauben der institutsspezifischen Bankenabgabe. Leiten Sie Maßnahmen zur Optimierung der Bankenabgabe unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf weitere zentrale und strategisch bedeutsame Steuerungskennzahlen ab. Wesentlich ist dabei die geeignete Integration der Risikoindikatoren der Bankenabgabe in die bestehenden Steuerungskreisläufe Ihres Instituts.