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Dr. Michael Kurth
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Über das Kreditrisikomanagement im Kundengeschäft hinaus sind durch die Finanzkrise auch Kreditrisiken im Eigengeschäft der Banken zum prominenten regulatorischen Thema geworden. Um zu optimistischen Risikoschätzungen vorzubeugen, wurden die Vorgaben in diesem Bereich erweitert. Dies gilt insbesondere für Spread-Risiken, aber auch für Bonitäts- und Migrationsrisiken, die in konventionellen Portfoliomodellen zumeist nicht berücksichtigt werden.
Spread-Ausweitungen infolge verschlechterter allgemeiner Markterwartung führen in der barwertigen Betrachtung zu einem Wertverlust des adressrisikotragenden Geschäfts im Eigenhandelsportfolio. Dieser Effekt tritt unabhängig von Bonitätsveränderungen der Schuldner ein und kann bei einer dynamischen Änderung des Marktklimas kritische Dimensionen entwickeln, wie in den Jahren 2008 und 2009 deutlich geworden ist.
Künftig müssen Spread-Risiken daher systematisch in die CVaR-Berechnung einbezogen werden. Mit einem von consultingpartner entwickelten statistischen Modell lassen sich die Adressrisikomessungen für das Eigengeschäft Ihrer Bank entsprechend ergänzen. Dabei werden sowohl die barwertigen Auswirkungen von Spread-Veränderungen als auch deren GuV-Auswirkungen berücksichtigt.